Christian-Rauch-Schule, Bad Arolsen

Wir sind 23 Schüler*innen. Wir können alle eine Krawatte binden. Einige von uns können Hula-Hoop. Wir klauen regelmäßig drei rote Stühle aus dem Informatikraum. Aber wir sind nett, wir bringen sie zurück. Wenn bei uns an der Schule Abitur geschrieben wird, haben wir keinen Probenraum. Aber wir sind gut im Improvisieren. Wenn wir so tun sollen, als hätten wir panische Angst, müssen wir immer grinsen. Wir sind lustig und ernst.

Im Käfig

– sehr, sehr frei nach „Das Tagebuch von Edward dem Hamster 1990-1990“ von Miriam und Ezra Elia –

Das Stück handelt von unserem inneren und äußeren Käfig. In unserem Stück geht es um Einsamkeit und die Frage nach dem Sinn unserer Existenz: Worin besteht der Sinn, wenn wir nur das tun, was andere von uns erwarten? Und gibt es da jemanden, der genauso denkt wie wir? Was ist, wenn wir niemanden haben, mit dem wir unsere Gedanken teilen können? Was ist mit Freundschaft und Liebe? Welche Zwänge bestimmen uns? Ist der Käfig um uns herum? Oder ist er in uns? Was setzt uns unter Druck? Können wir uns trauen, das Unbekannte zu entdecken? Oder sollen wir uns mit unserer Situation abfinden? Hilft es, zu protestieren? Haben wir dafür das Durchhaltevermögen und die Stärke? Kommen wir irgendwie aus diesem Käfig raus? Und interessiert das eigentlich irgendjemanden?

Das sagt die Jury:

Auf der Buchgrundlage von „Edward, der Hamster“, knüpfen die Schüler/innen der Q2 eine Verbindung zu ihrem alltäglichen Erleben. Bin ich nicht selbst jeden Tag im Hamsterrad gefangen und ganz allein? Biografische Texte verdeutlichen dieses Empfinden.

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